Speichenfraktur

Speichenfraktur - Distale Radiusfraktur
Ursache:
speichenfraktur

Als typisches Verletzungsursache der Speichenfraktur gilt der Sturz auf den ausgestreckten Unterarm. Dabei bricht die Speiche unmittelbar unterhalb der gelenksbildenden Fläche. Diese Verletzung tritt auch in jugendlichem Alter häufig auf, dann aber als sogenannter subperiostaler Bruch (der Knochen ist zwar gebrochen/eingestaucht, wird aber durch die Knochenhaut noch zusammengehalten).

Therapie

Konservativ: Gipsruhigstellung
Diese Therapie wird bei den subperiostalen und stabilen, wenig verschobenen Frakturen angewandt. Es wird eine lokale Betäubung in den Bruchspalt injeziert, der verschobene Bruch reponiert und anschließend eine dorsale Gipslonguette für 3-5 Tage angelegt. In dieser Zeit kann das Weichteilgewebe abschwellen. Anschließend erfolgt der Gipsschluss. Gipsbefristung 4-5 Wochen.

Operativ: Plattenosteosynthese
speichenfraktur
Bei instabilen Frakturen oder Frakturen, die die Gelenksfläche betreffen und dort eine Stufenbildung verursachen, entscheidet man sich heutzutage meist für die operativer Versorgung mittels einer sogenannten Plattenosteosynthese. Dabei wird von der Hohlhandseite her über einen ca. 5 cm langen Hautschnitt die Fraktur anatomisch reponiert und mittels Titanplatte und Zugschrauben fixiert. Somit erreicht man eine primäre Stabilität, wodurch die Gipsruhigstellung in den meisten Fällen nicht mehr nötig ist. Man kann bereits nach einer Woche mit der Physiotherapie beginnen um somit Bewegungseinschränkungen weitestgehend vermeiden.