Schleudertrauma

Schleudertrauma HWS-Distorsion

Unter einem Schleudertrauma versteht man eine reine Weichteilverletzung im Bereich der Halswirbelsäule, die beispielsweise durch einen Auffahrunfall hervorgerufen wurde. Dadurch entstehen Verdrehungen, schmerhafte Steilhaltungen und Muskelverspannungen im Bereich der Nacken- und Halsmuskulatur.

Ursachen

Erste Symptome können unmittelbar nach dem Unfall oder ein bis zwei Tage später eintreten, dabei kommt es zu Bewegungseinschränkungen des Kopfes bzw. der Halswirbelsäule. Meistens nehmen die Schmerzen in ihrer Intensität zu.

Symptome
- Muskelverspannungen
- Nackenschmerzen
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Zittern
- Schwindel
- depressive Stimmung
- Ohrgeräusche
- Sehstörungen
- und andere
Diagnose

Die Diagnose bezieht sich auf die Unfallgeschichte, den Symptomen und der körperlichen Untersuchung. Mittels einer Röntgenuntersuchung kann eine knöcherne Beteiligung der Halswirbel ausgeschlossen werden.

CT und MRT stellen keine Routineuntersuchungen dar, doch bei Verdacht auf stärkere Weichteilverletzungen oder zu einer genaueren Abklärung von Knochenverletzungen werden sie angewandt. Bei verzögertem Auftreten der Symptome, wie bei akuter Gedächtnisschwund, Bewusstlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden, dabei wird eine Untersuchung durchgeführt, wobei Verletzung des Schädels oder Hirns ausgeschlossen werden kann.

Bei Verdacht auf Verletzungen der Nerven werden Untersuchungen wie EMG (Elektromyogramm) oder NLG (Messung der Nervenleitgeschwindigkeit) durchgeführt.

Therapie

Bei einem Schleudertrauma existiert keine standardisierte Therapie. Besteht kein Verdacht auf Knochenbrüche oder Gelenksschäden sollte so schnell wie möglich wieder zur alltäglichen Aktivität zurückgekehrt werden. Besonders gut sind Nackenübungen, die ein Physiotherapeut oder Chiropraktiker empfiehlt. Manchmal ist eine Behandlung mit Schmerzmitteln nicht auszuschließen.